Berichterstattung


Innovation and Quality Management in POCT

Health-i-Care vertreten auf dem 7. Internationalen Kongress „Molecular Diagnostics Europe“, 06. bis 09. Mai 2019, Lissabon

Auf Einladung des Cambridge Healthtech Institute (Boston) nahm Prof. Dr. Dr. Wilfried von Eiff am 7. International Molecular Diagnostics Europe in Lissabon teil. Er leitete die Session „Point-of-Care Diagnostics: Innovation and Quality Systems in POCT“ als Chairperson und hielt einen Vortrag zum Thema „Theragnostic and the Burden of Disease: How Misleading Reimbursement Systems Cause Avoidable Costs and Harm to the Patient.“ Gleichzeitig stellte er die “health-i-care”- Initiative sowie die Arbeit des Konsortiums 12 vor.

Dr. Claus Langer (Medizinisches Versorgungszentrum für Labormedizin, Essen) berichtete über die Anforderungen an des Qualitätsmanagements bei POCT-Anwendungen und machte insbesondere die Politik des Personalabbaus mit dem einzigen Ziel der Kostensenkung für die Qualitätsprobleme in der Versorgung mit labormedizinischen Leistungen verantwortlich.

Prof. Dr. Ute Neugebauer (Universitätsmedizin Jena und Leibnitz-Institut für Photonik-Technologie) stellte ein neues biophotonisches Verfahren (RAMAN Spectroscopy) vor, mit dessen Hilfe die Umlaufzeit zur Erstellung eines Resistogramms auf 90 bis 360 Minuten verkürzt werden kann. Dadurch wird es möglich, die Anzahl kalkulierter Antibiotikatherapien deutlich zu reduzieren und somit einer zunehmenden Resistenzbildung entgegenzuwirken.

 

Das Bild zeigt die internationalen Referenten der Point-of-Care-Session.

Prof. Dr. Ute Neugebauer, Prof. Dr. Dr. Wilfried von Eiff, Dr. Nick Collier, Dr. Konstantinos Mitsakakis, Dr. Claus Langer, Dr. Holger Becker, Dr. Gyorgy Abel, Dr. Gerd H. Lütge (v.l.n.r.)



„health-i-care“ auf dem 8. Westfälischen Health Management Forum  Dortmund, 26. Juni 2018

„Management von Innovationen im Gesundheits- und Sozialwesen“

 

Steigerung der medizinischen Qualität, Verbesserung des Patienten-Outcome und Sicherung einer nachhaltigen Finanzierung gleichzeitig zu erreichen, ist die zentrale Herausforderung, vor der alle entwickelten Gesundheitssysteme in der Welt stehen. Erforderlich sind Innovationen in den Bereichen Medizin (Eingriffsverfahren), Technik, Infektionsbekämpfung (Labormanagement), Prozessorganisation und Finanzierung. Aber: Wie kommen Innovationen in das Gesundheitssystem? Welche Hindernisse stehen der Einführung innovativer Konzepte entgegen?  Welche Rolle spielen Anreiz- und Vergütungssysteme? Welcher Einfluss geht vom Gesetz- und Verordnungsgeber aus?

 

Welchen Stellenwert hat Change Management und welche konkreten Maßnahmen sind mit Change Management verbunden? Für die konstruktive Diskussion dieser und weiterer Fragen bot das 8. WHMF eine bewährte Informations- und Diskussionsplattform.

 

In seinem Eröffnungsvortrag stellte Prof. Dr. Dr. Wilfried von Eiff dar, durch welche Merkmale Innovationen im Gesundheitsbereich gekennzeichnet sind, welche Innovationshindernisse den klinischen Alltag beeinträchtigen und inwieweit kontraproduktive Anreizsysteme die Einführung notwendiger Innovationen verhindern. Letzteres diskutierte Professor von Eiff u.a. an den Themen „Versorgung therapierefraktärer Wunden“ und „Lücken im Vergütungssystem für Infektionsprophylaxe“.  Er thematisierte das „Theragnostik-Problem“ als Phänomen das dazu führt, dass sinnvolle Maßnahmen zur prästationären sowie präoperativen Infektionsprophylaxe aus Kostengründen unterbleiben, weil Wirtschaftlichkeitsanalysen primär auf Basis von Out-of-Pocket-Berechnungen durchgeführt werden.